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Siebtes Patientenseminar 2011

Sechstes Patientenseminar 2010

Fünftes Patientenseminar 2009

Viertes Patientenseminar 2008

Drittes Patientenseminar 2007

Zweites Patientenseminar 2006

Das erste Patientenseminar im Jahre 2005 wurde von den Mitgliedern sehr gut angenommen und deshalb haben wir uns entschlossen, auch im Jahre 2006 ein Seminar abzuhalten. Wie schon das erste Seminar, wurde auch dieses wieder in Zusammenarbeit mit dem BDO, SLD und der IkN durchgeführt und durch die Firma Hoffmann-La Roche AG gefördert. Ebenso wurde dieses Seminar von der Transplantationsakademie des UKE-Transplantationszentrums unterstützt. Am 8. Oktober 2006 war es dann soweit. Wieder war die Beteiligung sehr groß (190 registrierte Teilnehmer) und der Vortragsraum im Hotel Hafen Hamburg war gut ausgefüllt. Das Hauptthema des Seminars war die Organtransplantation und der Beginn war auf 9:30 Uhr mit der Begrüßung angesetzt. Die Hauptthemen waren die Arzneiwechselwirkungen, Probleme mit der Einnahme von Immunsuppressiva sowie Hautprobleme nach der Transplantation.

Unser Vorsitzender, Peter Stoetzer, hieß die Anwesenden zum 2. Patientenseminar herzlich willkommen und stellte fest, dass 20 % mehr Teilnehmer als im letzten Jahr anwesend waren. Als ersten Referenten stellte er Prof. Dr.Dr.h.c. Xavier Rogiers aus Hamburg vor, den ärztlichen Leiter der Klinik und Poliklinik für Hepatobiliäre Chirurgie und Viszerale Transplantation im Transplantationszentrum des UKE vor. Prof. Rogiers bedankte sich für die Einladung und wies auf den wunderschönen Blick auf den Hamburger Hafen hin. Er bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen in den letzten Jahren und verabschiedete sich, weil er ab dem 1.12.2006 wieder zurück in seine Heimat nach Belgien gehen werde.

Der Vorsitzende der IkN, Peter Stoetzer ergriff wieder das Wort und stellte als zweiten Referenten Dr. Ingo Krenz vor, der zu dem Thema „Compliance - Gibt es Probleme mit der Einnahmetreue von Immunsuppressiva nach Transplantation?“ zu uns sprechen wollte. Dr. Krenz ist Internist und Nephrologe aus der Nephrologischen Gemeinschaftspraxis und Dialyse Alter Teichweg/Schlankreye Hamburg. Dr. Krenz begann damit, dass er uns keinen wissenschaftlichen Vortrag von der Universität halten wolle, sondern etwas aus dem wirklichen Leben mitgebracht hätte. In seiner Praxis hat man eine Untersuchung der Nierentransplantierten Patienten durchgeführt, man wollte wissen, wie die Patienten mit der Einnahme der Immunsuppressiva umgehen, wenn sie die Praxis verlassen und nach Hause gehen. Anhand von Grafiken zeigte er uns recht eindrucksvoll, welche zeitlichen Unterschiede doch dabei heraus gekommen sind. Gleichzeitig betonte er aber auch, welche Auswirkung schon der Unterschied von einer Stunde auf das transplantierte Organ haben kann. Die Palette der Einhaltungen oder besser gesagt der Nichteinhaltungen ist sehr groß und alle Variationen sind sicherlich noch nicht bekannt. Dr. Krenz machte aber auch sehr deutlich, dass die regelmäßige und pünktliche Einnahme noch immer die beste Vorraussetzung für das Überleben des transplantierten Organs ist.

Als nächstes hielt Dr. Thomas Rau aus Hamburg seinen Vortrag über die Arzneiwechselwirkungen. Dr. Rau ist im Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie am UKE. Dr. Rau sprach die Wechselwirkung Ciclosporin mit Statinen an und zählte die Symptome wie Muskelschmerzen, Muskelschwäche und Braunfärben des Urins an. Bei den ersten Anzeichen sollte dann auch gleich eine Blut-Kontrolle durchgeführt werden. Mit auf den Weg gab Dr. Rau uns - den Patienten -, dass wir auf einer Arzneimittelliste bestehen sollen, und zwar mit der Dosierung und ganz wichtig, der Beginn der Therapie.

Nach diesem Vortrag von Dr. Rau gab es eine Pause und wir hatten Gelegenheit, uns an dem zwischenzeitlich aufgebauten Buffet zu stärken und uns untereinander auszutauschen. Gegen 13.00 Uhr ging es mit dem letzten Referenten Prof. Dr. Eggert Stockfleth aus Berlin zu dem Thema „Hautprobleme nach Transplantation“ weiter. Prof. Stockfleth ist Ltd. Oberarzt der Klinik Charité Universitätsmedizin Berlin, Haut Tumor Centrum Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Prof. Stockfleth hatte uns eine Präsentation mitgebracht, die sehr viel Inhalt hatte aber auch sehr drastische Bilder, die das ganze Ausmaß der verschiedenen Arten der Hauttumore zeigten. Dass diese Bilder nicht unbedingt zu den schönsten gehörten, lag auf der Hand, aber anders hätte man es vielleicht nicht verdeutlichen können. Der Vortrag begann mit den verschiedenen Hauttypen von I bis IV und der Zeit, die man ohne Sonnenbrand zu bekommen in der Sonne verbringen kann. Es ging dann über die verzögerte Diagnose bis zu den Hauterkrankungen bei Organstransplantation. Immerhin liegen die Erkrankungen bei 90 %. Es wurden die verschiedenen Hauterkrankungen, Bakterien, Mykosen und Viren angesprochen die an den unmöglichsten Stellen auftreten können. Das geht von den Händen und Füssen, zwischen den Fingern und unter den Nägeln bis hin zum Gesicht, Mund, Ellenbogen, Rücken usw. Vorgestellt wurden die verschiedenen Behandlungsmethoden mit Medikamenten, Laser und chirurgischen Eingriffen aber auch die Vorbeugung wurde nicht vergessen. Mit der Mahnung, einen Sonnenbrand gar nicht erst zu bekommen, verwies Prof. Stockfleth auf eine Salbe, die mit ihm zusammen entwickelt wurde und er versprach, uns einen Karton zur Verteilung zuzuschicken.

Der Vorsitzende der IkN, Peter Stoetzer, bedankte sich bei den Referenten für ihre Vorträge, bei den Mitinitiatoren BDO (Organtransplantierte), Herrn Hüchtemann sowie SLD (Lebertransplantierte), Herrn Mohr, und bei Frau Schlegel als Vertreterin der Firma Hoffmann-La Roche. Dabei stellte er in Aussicht, dass es auch im Jahr 2007 wieder ein Patientenseminar mit interessanten Referenten geben wird.

Angelika Bauer

Erstes Patientenseminar 2005