| Fehler im Beitrag? Beitrag aktualisieren? | ||
| | ||
| Verengte Herzkranzadern | ||
| (erstellt am: 22.06.2010 - letzte Änderung:22.06.2010 - aufgerufen: 807 Mal) | ||
|
Was hilft am besten bei verengten Herzkranzadern? Wenn die Adern, die den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff versorgen (Koronararterien) verengt sind, wenn in absehbarer Zeit ein Herzinfarkt droht oder ein solcher bereits stattgefunden hat, muss man etwas tun. Es gibt seit Jahren zwei Methoden, die sehr erfolgreich sind: die Bypassoperation am offenen Herzen, bei der die verengte Stelle mit einer aus dem Bein entnommenen Vene überbrückt wird oder, noch besser, mit einer an der inneren Brustwand verlaufenden Schlagader und zum zweiten die Katheterdilatation, bei der von einer Leistenschlagader aus mit einem Katheter die erkrankte Koronararterie sondiert wird. Dann wird mittels eines an der Spitze des Katheters angebrachten Ballons die verengte Stelle aufgedehnt. Damit diese sich nicht sofort wieder verengt, bringt man in die Engstelle ein Stahlgeflecht (Stent) ein, welches so stabil ist, dass es ein elastisches Zusammenschnurren der Engstelle verhindert. Nachdem man gesehen hatte, dass von der aufgedehnten Gefäßwand eine Narbenbildung ausgeht, die durch die Gefäßstütze (Stent) hindurch zu einer erneuten Verengung führt, beschichtete man die Stents mit einer Substanz, die langsam in die Gefäßwand dringt und das Narbenwachstum weitgehend verhindert. In den letzten Jahren konnten die Kardiologen nicht sicher sagen, welche dieser beiden Methoden die bessere war. Diese zeigt, dass bei 66 Prozent der untersuchten Patienten die Bypassoperation der Ballondilatation überlegen ist. Bei den restlichen 30 Prozent, überwiegend unkomplizierte Fälle, waren die Methoden gleich gut. Handelt es sich um Verengungen im Bereich des Hauptstammes der Herzschlagadern, soll vorerst der Operation der Vorzug gegeben werden. Noch in diesem Jahr beginnt eine große, internationale Studie, die klären soll, welche Methode bei Hauptstammverengungen besser ist. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) | ||
| Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 107, Heft 18, 07. Mai 2010 | ||
Nephro-Glossar Copyright © 2009 Dialyse im Alstertal | ||
| per Email versenden | ||
