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| Hoffnung für Transplantierte | |||||||||||
| (erstellt am: 27.12.2008 - letzte Änderung:09.01.2009 - aufgerufen: 18166 Mal) | |||||||||||
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Vorbemerkung: 25.000 Menschen leben in Deutschland mit einem funktionierenden Nierentransplantat. Leider kommt es jedes Jahr bei ca. 800 von ihnen zu einem erneuten Nierenversagen mit erneuter Notwendigkeit einer Nierenersatzbehandlung. Die Ursache ist das so genannte chronische Transplantatversagen. Dessen Ursache ist nicht nur die chronische Abstossung, also eine schleichende Zerstörung des Organs durch das körpereigene Immunsystem. Auch die zur Erhaltung des Transplantats eingesetzten Medikamente können die Niere schädigen, hier sind insbesondere *Tacrolimus und Sandimmungefürchtet. Deswegen ist bei beiden Substanzen eine Spiegelkontrolle sehr wichtig. Weitere Schädigungsfaktoren sind: Infektionen, Hochdruck, *Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, erneutes Auftreten der Grunderkrankung der eigenen Nieren und eine Überforderung des Organs, wenn eine zu kleine Niere in einen großen Empfänger verpflanzt wurde. Jetzt haben Forscher der Universität Barcelona und der Charité in Berlin versucht, eine Methode zu finden, mit der man, ohne eine *Nierenbiopsie durchführen zu müssen, erkennen kann, ob eine und welche der oben genannten Schädigungsursachen das Transplantat bedroht. Sie untersuchten bei 32 Nierentransplantierten mit verschlechterter Organfunktion die Eiweißausscheidung im Urin, insbesondere interessierte sie das Muster der vielen im Urin nachweisbaren Eiweiße. Als Kontrollgruppe wurden 18 Normalpersonen und Transplantierte mit gleichbleibend guter Funktion untersucht. Gleichzeitig wurden die Nieren *punktiert und das Gewebe unter dem Mikroskop untersucht. Hier fanden sich unterschiedliche Schädigungsformen, dazu passend konnten spezielle Muster der Eiweißausscheidung nachgewiesen werden. Ohne Ausnahme konnte jedem mikroskopischen Bild eine dazu passende Eiweißausscheidung zugeordnet werden. Ziel der Untersuchung war es, eine drohende Transplantatschädigung nachzuweisen, bevor der Kreatininwert ansteigt. Dann ist nämlich der Schaden eingetreten und die Funktion oft nicht mehr zu verbessern. Dabei soll nicht nur die beginnende Schädigung mit einer einfachen Methode nachgewiesen werden, man möchte auch möglichst erkennen, um welche Schädigung es sich handelt. Da diese Untersuchung nur an einer kleinen Patientengruppe durchgeführt wurde, ist sie noch nicht aussagekräftig genug. An der *MHH soll jetzt eine große Gruppe Organtransplantierter mit gleicher Methodik untersucht und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Wenn sich die Ergebnisse aus Barcelona/ Berlin bestätigen, besteht Hoffnung für Transplantierte, dass ihre Organe erheblich länger ihre Arbeit verrichten als bisher. Gunther Warnecke, Hamburg (Internist) Glossar
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Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 50, 12. Dezember 2008 Journal of the American Society of Nephrology (http://jasn.asnjournals.org) G. M. Danovitch, Handbook of Kidney Transplantation | |||||||||||
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