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| Ambulanter Hospizdienst | ||
| (erstellt am: 10.10.2008 - letzte Änderung:12.10.2008 - aufgerufen: 23141 Mal) | ||
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Wir werden immer älter, leider werden wir im höheren und hohen Lebensalter auch immer häufiger krank. Zwar hat die Medizin inzwischen ein großes Arsenal an wirkungsvollen Behandlungsmethoden, aber oft genug ist medizinische Hilfe nicht mehr möglich, sei es, dass eine Therapie noch nicht existiert, sei es, dass diese dem geschwächten alten Organismus nicht mehr zugemutet werden kann. Statt der kurativen, der heilenden kommt dann die palliative Medizin zur Geltung. Die meisten Menschen wünschen sich, dass sie während dieser letzten Lebensphase zu Hause bleiben können. Hierbei helfen Palliativ- und Hospizeinrichtungen (siehe auch Palliativmedizin im Lexikon). Wenn ein Patient nicht in einem Hospiz oder einer stationären Palliativeinrichtung aufgenommen werden möchte oder eine Aufnahme bei guten häuslichen Verhältnissen nicht notwendig ist, kann er über einen längeren Zeitraum von einem ambulanten Hospizdienst versorgt werden. Dieser bietet für die Angehörigen, aber auch für den behandelnden Arzt eine große Entlastung. Inzwischen gibt es in Deutschland 1.450 ambulante Dienste, deren Existenz der Bevölkerung, aber auch vielen Ärzten nicht bekannt ist. Allein in Hamburg finden sich 16 ambulante Hospizdienste. Das Hilfsangebot der Einrichtungen ist oft so umfassend, dass Patienten zu Hause sterben können, was die meisten sich wünschen. Die Betreuung betrifft nicht nur medizinische Maßnahmen wie zum Beispiel die Schmerzbehandlung, sondern erstreckt sich auch auf den psycho-sozialen Bereich, zum Beispiel gibt es Hilfe beim Stellen von Anträgen und bei Behördengängen oder es ist jemand bereit, mit den Betroffenen über ihre Probleme mit dem Sterben und dem Tod zu sprechen, vielleicht auch nur zuzuhören. Das gilt auch für die Angehörigen. Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband e.V. (www.hospiz.de) vertritt die ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen. Auf der Internetseite dieses gemeinnützigen Vereins können die Adressen und Telefonnummern aller Einrichtungen in Deutschland abgefragt werden. Gunther Warnecke. Hamburg (Internist) Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 105, Heft 40, 3. Oktober 2008 | ||
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